Samstag, 16. Februar 2019

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Achterbahn der Gefühle

Am Sonntag den 13. Januar 2019 fand die alljährliche Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Burkhardsreuth statt. Dazu fanden sich wieder vieler Mitglieder der Wehr ins Gasthaus Lober nach Burkhardsreuth ein.

Erster Vorsitzender, Robert Schwemmer begrüßte die vielen Anwesenden, darunter die Ehrengäste Bürgermeisterin Carmen Pepiuk, Pfarrer Edmund Prechtl und Kreisbrandmeister Jürgen Haider. Er berichtete von einem emotionalen Jahr 2018 in dessen Höhepunkt das 125-jährige Gründungsfest mit Fahrzeugweihe des nagelneuen Löschgruppenfahrzeug 10 „Regina“ stand. Aber auch neben dem Großereignis war der Feuerwehrverein sehr aktiv. Viele Besuche der umliegenden Vereine zu deren Festen, Bau eines Faschingswagens und Teilnahme an diversen Umzügen, Rosenmontagsball, Emmausgang, Florianstag, Ferienprogramm, Rauchmelder-Übergabe, um nur einiges wenige zu nennen.

Ein besonderes Ereignis stellte auch die Hochzeit des ersten Kommandanten Stefan Groß mit seiner Tanja dar. Zu diesem Anlass wurde das neuen LF 10 zum Brautfahrzeug umfunktioniert. Die Festdamen begrüßten die frisch vermählten mit einem Rosenspalier am Portal der Bergkirche in Kirchenthumbach.

Josef Uschold trat im Laufe der Jahres 2018 von seinem Amt als Kassenprüfer aus persönlichen Gründen zurück. Die Versammlung wählte einstimmig Christian Bock zu seinem Nachfolger.

Die vergangenen Monate hielten Kommandant Stefan Groß und seine 47 erwachsenen und 13 jugendlichen Aktiven auf Trab. "Für mich war dieses letzte Jahr eine Achterbahn der Gefühle", erinnerte sich Groß in der Hauptversammlung im Gasthof Lober.

Vor allem das Festwochenende sei eine Herausforderung gewesen, die die Wehr aber bravourös gemeistert habe. "Unsere Leidenschaft für die Feuerwehr, unser Traditionsbewusstsein, unser Fleiß, unsere Kameradschaftlichkeit und unsere Freude über das neue Fahrzeug kamen von Herzen - und das haben die Festbesucher auch gespürt. Viele wurden von unserer freudigen Stimmung angesteckt und waren begeistert." Sein Dank galt auch den helfenden Händen aus der Gemeinde und nicht zuletzt den Festdamen: "Ihr habt euch mit unserer Wehr identifiziert und als mitreißende Botschafterinnen diese positive Einstellung wie ein Spiegelbild nach außen getragen."

Kompetenz und Disziplin habe die Truppe bei zehn Einsätzen, der von der Burkhardsreuther Wehr organisierten Brandschutzwochenübung aller Trabitzer Löschgruppen und einer Großübung auf dem Lippert-Werksgelände in Pressath bewiesen. Bei einem Brand in Drahthammer habe "sich gezeigt, wie schlagkräftig wir mit unserem neuen Löschgruppenfahrzeug ,Regina' sind". Ohne dessen leistungsfähige Ausrüstung wäre das Gebäude möglicherweise nicht zu retten gewesen, schätzte der Kommandant. Groß unterstrich auch die Wichtigkeit der regelmäßigen Teilnahme an Schulungen sowie Übungen und lobte die Feuerwehrjugend als beispielgebend: "Eure gute Laune und Begeisterung erstaunen mich stets aufs Neue." In dieses Urteil schloss er die vier Feilersdorfer Anwärter ein, die zusammen mit ihren Burkhardsreuther Altersgenossen ausgebildet werden. Jugendausbilder Matthias Hey bestätigte Groß' Urteil. "Die Beteiligung an den Übungen war sehr gut, den Wissenstest habt ihr mit 100-prozentigem Erfolg absolviert, und zum Erfolg unseres Festes und des Ferienprogramm-Spielenachmittags habt ihr einen sehr großen Teil beigetragen. Hut ab vor eurer Leistung."

Groß merkte an, dass seine Wehr voraussichtlich den zweiten Block der "modularen Truppausbildung" (MTA) mit dem Thema "Brennen und Löschen" fest übernehmen werde. Bei dieser "Grundausbildung" kooperiere man erfolgreich mit den Nachbarwehren, insbesondere mit Zessau und Neustadt am Kulm. Einen Wechsel habe es an der Spitze der 16-köpfigen Atemschutzgeräteträger-Gruppe gegeben: Als Nachfolger von Andreas Hey leite jetzt Sebastian Bayer die Abteilung, die dort eingesetzt werde, "wo es ohne Atemschutz kein Überleben gäbe". Ihm steht Lukas Deubzer zur Seite.

Über einen Anstieg der Mitgliederzahl von 171 auf 175 könne sich die Feuerwehr Burkhardsreuth freuen, hielt Robert Schwemmer in der Hauptversammlung fest. Mit Handschlag nahmen Kommandant Stefan Groß und Vorsitzender Robert Schwemmer Katharina Baumann und Sebastian Lehner in die Jugendwehr sowie Johannes Neukam in die aktive Wehr auf. Matthias Hey erinnerte daran, dass der Eintritt in die Jugendfeuerwehr schon mit zwölf Jahren möglich sei: „Werbt dafür – wir freuen uns auf neue Mitglieder.“

Befördert wurden Regina Hey zur Feuerwehrfrau, Fabian Hey und Josef Kroher zum Oberfeuerwehrmann, Lukas Deubzer und Sebastian Reiß zum Hauptfeuerwehrmann, Sebastian Bayer zum Löschmeister, Adjutant Andreas Pöhlmann zum Hauptlöschmeister, Kommandant Stefan Groß zum Brandmeister. Sebastian Bayer qualifizierte sich außerdem zum Atemschutzgeräteträger und Gruppenführer, Lukas Deubzer zum Atemschutzgeräteträger und Maschinisten.

Für langjährige Dienste wurden ausgezeichnet:

10 Jahre aktiver Dienst: Lukas Deubzer, Fabian Hey, Philipp Schreglmann.

25 Jahre Atemschutzgeräteträger: Herbert Hey.

Aus dem aktiven Dienst wurden Josef Ackermann, Josef Marzi und Günther Schwindl verabschiedet. Der verstorbenen Mitglieder Hans Baumann, Karl Groß und Karl Bayer gedachte man mit einer Schweigeminute.

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Anmeldung zum Emmausgang 2019

Die Feuerwehr Burkhardsreuth lädt alle Bürgerinnen und Bürger zum diesjährigen Emmausgang am Ostermontag ein. Treffpunkt ist für alle Teilnehmer am 22. April 2019 nach dem Gottesdienst in Preißach am Schützenheim. Von dort geht es zum Startpunkt unser diesjährigen Emmauswanderung die uns zum Gasthaus Busch nach Kötzersdorf führt.

Nach einer ausgiebigen Stärkung treten wir dann den Rückweg zu den Autos an.

Damit sich das Restaurant auf den Besucheransturm vorbereiten kann, bitten wir euch, dass ihr uns bei der Anmeldung bereits euren Essenswunsch mitteilt. Folgende Speisen stehen zur Auswahl:

  • Leberknödelsuppe (3,00 €)
  • Schnitzel mit Pommes (9,50 €)
  • Gänsebrust mit Kartoffelknödel (11,50 €)
  • Sauerbraten mitKartoffelknödel/Semmelknödel (10,50 €)
  • Schweinerollbraten mit Kartoffelknödel (9,50 €)

Anmelden könnt ihr euch bei Robert Schwemmer oder Sebastian Bayer unter den bekannten Telefonnummern.

Die Feuerwehr Burkhardsreuth freut sich euch bald beim Emmausgang begrüßen zu dürfen.

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Ehrenabzeichen für Christian Bock

Für seine langjährige aktive Dienstzeit wurde unser Kamerad Christian Bock am 14 November 2018 im Gasthof Heining von unserem Landrat Andreas Meier das Ehrenabzeichen in Silber verliehen.
25 Jahre verrichtet Christian bereits den „Dienst am Nächsten“. Für seinen unermüdlichen Einsatz danken wir ihm und wünschen ihm auch in den kommenden Jahren stets eine gesunde Heimkehr von allen Einsätzen und viel Spaß in unserer Wehr.

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Alles schläft, einer wacht

Als Erinnerung und Denkanstoß haben die drei Trabitzer Feuerwehren und die Gemeindeverwaltung beschlossen, die Aktion "Alles schläft, einer wacht: Ein Rauchmelder für jedes Neugeborene" fortzuführen. Hierzu luden sie die Eltern von acht kleinen Gemeindebürgern, die im vergangenen Jahr auf die Welt kamen, ins Burkhardsreuther Feuerwehrhaus ein. "Rauchmelder kann man eigentlich nie genug haben", meinte Bürgermeisterin Carmen Pepiuk. "So ein kleines Gerät kann Leben retten, darum sollte man die Rauchmelderpflicht keineswegs auf die leichte Schulter nehmen." Funktionsweise und Bedienung der Alarmgeber erklärten Matthias Hey und Regina Hey von der Burkhardsreuther Feuerwehr, wobei sie darauf hinwiesen, dass die weitaus meisten Brandopfer nicht durch die Flammen, sondern durch Einatmen giftiger und nicht selten geruchloser Rauchgase im Schlaf ums Leben kämen. Auch Werkstatt- oder Heizungsräume sollten rauchmelderüberwacht sein, rieten die "Praktiker".

Mehr Interesse als die "Plastikteile" erweckten bei den Sprösslingen die kuscheligen "Grisu"-Plüschfiguren, die es dazu gab. Den kleinen feuerspeienden, aber trotzdem von einer Karriere als Feuerwehrmann träumenden Drachen haben die Landesfeuerwehrverbände zu ihrem Maskottchen gekürt.

Bürgermeisterin Carmen Pepiuk verband die Feierstunde mit einem Dank an die "tüchtigen und einsatzbereiten drei Feuerwehren" der Gemeinde.

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Brand im Kindergarten, eine Person vermisst

Trabitz. Zu einem Brand im Kindergarten sind am frühen Abend des 26. September 2018 die Feuerwehren Feilersdorf – Grub - Bärnwinkel, Zessau - Weihersberg und Burkhardsreuth gerufen worden. Mindestens eine Person wird vermisst. Es kommt zu einer starken Rauchentwicklung.

Dieses Szenario fanden die drei gemeindlichen Wehren bei der diesjährigen Übung zur Brandschutzwoche unter der Federführung von Kommandant Stefan Groß vor. Die zuerst eintreffende Löschgruppe aus Burkhardsreuth wurden mit der Personenrettung sowie der Entrauchung des Gebäudes beauftragt. Hier kommt die technische Ausstattung und vor allem die Lagerung der Atemschutzgeräte im Mannschaftsraum des LF 10 jeder vermissten Person zu Gute. Nur 4 Minuten nach dem Eintreffen am Schadensort konnte der Angriffstrupp bereits die vermisste Person ins Freie bringen.

Die Löschgruppen aus Zessau und Feilersdorf bekamen von Einsatzleiter Groß den Auftrag die unabhängige Löschwasserzufuhr vom Heindlweiher auf zu bauen. Hier zeigte sich abermals, wie reibungslos die Zusammenarbeit der gemeindlichen Wehren ist. Feilersdorf fuhr sofort zur Entnahmestelle und brachte ihre Tragkraftspritze in Betrieb, während bereits die Schlauchleitung Richtung Kindergarten aufgebaut wurde. Da die Leitung über die Kreisstraße NEW5 verlegt werden musste wurden Schlauchbrücken eingesetzt und vorsorglich die Kreisstraße zwischen Zufahrt Paul-Leistritz-Platz und Kurbersdorfer-Straße vollständig gesperrt. Der Verkehr wurde über die Verbindungsstraße der Kurbersdorfer Siedlung nach Kurbersdorf umgeleitet.

Am Übergabepunkt, am Zauneingang des Kindergarten-Areals, nahmen die Brandschützer aus Zessau die Schlauchleitung entgegen und setzten ihre Tragkraftspritze als Verstärkerpumpe ein. Von dort aus verlegten sie die Löschwasserleitung weiter Richtung Kindergarten. Die Löschgruppen aus Zessau und Feilersdorf brachten 3 Strahlrohre in Einsatz und kühlten das Gebäude von außen. Insgesamt wurde von den beiden Wehren eine Löschwasserleitung von 400 Meter Länge aufgebaut. Das Zessauer Fahrzeug wurde zudem mit dem Leuchtmast im Grünbereich des Kindergartens zur Ausleuchtung der Einsatzstelle in Stellung gebracht.

Währenddessen erteilte Gruppenführer Erwin Hey der Burkhardsreuther Löschgruppe den Befehl, die Räume des Kindergartens, die mit zwei Nebelmaschienen stark verraucht waren vom Rauch zu befreien. Dazu wurde der neue Drucklüfter, der im Löschfahrzeug „Regina“ verlastet ist in Einsatz gebracht. Die Atemschutz Trupps zeigten eindrucksvoll, wie ein Gebäude Rauchfrei gemacht werden kann ohne dabei die Räume, in denen kein Rauch ist zu kontaminieren.

Leider kam es dabei zu einem Zwischenfall. In einem Moment der Unachtsamkeit rannte die bereits zuvor gerettete vermisste Person „verwirrt“ wieder in den noch verrauchten Bereich des Kindergartens. Sofort machte sich ein Rettungstrupp auf die Suche nach der Person und brachte diese, wenige Augenblicke später, wieder wohlbehalten ins Freie. „Mit so einer Situation muss man im Ernstfall rechnen“ verriet der frühere Burkhardsreuther Kommandant Erwin Hey bei der Nachbesprechung an der ehemaligen Säge.

Auch die Jugendgruppe der Feuerwehr Burkhardsreuth war unter der Leitung von Matthias Hey anwesend. Sie durften sich das Geschehen aus nächster Nähe ansehen und bekamen dabei nützliche Erklärungen und Tipps für ihren weiteren Feuerwehrdienst. Es machte ihnen sichtlich Spaß. Wann hat man sonst die Möglichkeit direkt mit dem ersten Atemschutztrupp zur Personenrettung ins „brennende“ Haus zu gehen.

„Alles hat bestens funktioniert“, so lautete Stefan Groß Fazit aus der gelungenen Einsatzübung. Die Gruppenführer Katrin Heinlein der Löschgruppe Zessau, Reinhard Groß der Löschgruppe Feilersdorf und Erwin Hey schlossen sich dem Resümee des Einsatzleiters an.

Diesen Urteilen schloss sich auch dritter Bürgermeister Albert Lober an und lobte insbesondere, dass viele Jugendfeuerwehrmitglieder an der Ernstfallprobe teilgenommen haben. Immerhin gehe es in der Brandschutzwoche ja auch darum, junge Menschen an den Feuerwehrdienst heranzuführen. Mit einer von der Gemeinde gestifteten Brotzeit im alten Sägewerk klang der Übungsabend aus.

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